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Shakespeare unterm Hammer – Thor von Kenneth Brannagh

Thor mit Brustpanzer
Thor mit Brustpanzer
Thor ohne Brustpanzer
Thor ohne Brustpanzer
Thor zeigt allen, wo der Hammer hängt.
Thor zeigt allen, wo der Hammer hängt.

Superheldenfilme gehören längst zu den festen Werten des Blockbuster-Sommers. Bei der Comicschmieder Marvel hat man sich 2004 deshalb dazu entschieden, gleich selbst ins Produktionsgeschäft einzusteigen. Dabei verfolgt man ehrgeizige Pläne: Zehn Filme sollen es werden, und wie von den Comics gewohnt, bewohnen die verschiedenen kostümierten Helden das gleiche Universum und kommen auch miteinander in Berührung. In The Avengers, der das für kommende Jahr geplant ist, werden Iron-Man, Hulk, Thor, Captain America und Co. dann Seite an Seite antreten. Bis es soweit ist, müssen aber alle Figuren zuerst in ihren eigenen Filmen eingeführt werden: diesen Frühling ist Thor dran, sein patriotischer Kollege Captain America folgt im Herbst.

Bei der Regie für Thor ist Marvel ein kleiner Coup gelungen: Für die Abenteuer der nordischen Gottheit ist kein Geringerer als Shakespeare-Spezialist Kenneth Brannagh verantwortlich. Und in der Anlage hätte sein Film durchaus shakespearehafte Züge: Ein abtretender König, Intrigen um die Krone und ein rebellischer Sohn – der Hammerwerfer Thor (Chris Hemsworth) –, der aus dem Götterreich auf die Erde verbannt wird und sich dort in eine Sterbliche (Natalie Portman) verliebt.

Die Ausgangslage ist zwar gegeben, für die grosse Tragödie ist der Plot aber dann doch zu dünn. Ungewöhnlich ist an Thor lediglich der fantasylastige Auftakt, denn Superhelden sind normalerweise in den technischen Welten der Science Fiction zu Hause. Aber Magie und Wissenschaft sind ja ohnehin irgendwie das Gleiche, solange es auf der Leinwand ordentlich kracht. Das tut es, und auch Hemsworth hat reichlich Gelegenheit, seinen hammermässigen Oberkörper zur Schau zu stellen. Brannagh ist ein eher durchschnittliche Blockbuster gelungen, für den Hamlet des Superheldenfilms reicht es definitiv nicht.

Erschienen in der Basler Zeitung vom 28. April 2011.

Thor in der Internet Movie Database.

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