Du bist nicht angemeldet | Anmelden oder Registrieren
HomeWillkommen bei Simifilm TexteFilmkritiken und anderes Lesenswertes zum Thema Film Über michAlles über mich LaTeXFür schöne Texte UtopischesDer Blog zu meinem Forschungsprojekt ImpressumRechtliches

Bleib auf dem Laufenden.

Und der Haifisch, der hat Zähne… – Shark Tale von Bibo Bergeron, Vicky Jenson und Rob Letterman

Fische sind auch nur Menschen, und wie viele von uns, wäre auch der Flossenmann Oscar lieber ein toller Hecht und kein kleiner Fisch im grossen Teich. Dass sein Glück in Form seiner charmanten Arbeitskollegin Angie zum Greifen nahe ist, merkt der nur auf Ruhm und Anerkennung versessene Oscar freilich nicht.

Auch grössere Fische haben Sorgen: Haifischpate Don Lino will zurücktreten und den Familienbetrieb seinen beiden Söhne übergeben; doch Sohn Lenny ist Vegetarier und lässt jeden Killerinstinkt vermissen. Als Bruder Frankie dem Waschlappen zeigen soll, wer im Meer wen frisst, wird er von einem Anker erschlagen, und Oscar – eigentlich zum Opfer auserkoren – kann sich als Haifischschlächter aufspielen, dem das gesamte Atoll zu Flossen liegt. Aber der erschwindelte Ruhm währt nur kurz: Don Lino will seinen Sohn rächen, und der tollpatschige Lenny muss auch versteckt werden; und dann ist da ja auch noch das Fischflittchen Lola, das Angie Oscar ausspannen will.

Nach Pixars Finding Nemo also ein weiterer Animationsfilm mit schuppigen Hauptdarstellern; im direkten Vergleich zeigen sich dabei interessante Unterschiede zwischen den beiden Filmen: Während Pixars Fische tatsächlich Ähnlichkeit mit echten Meeresbewohnern aufwiesen, ist man bei Shark Tale mit der Vermenschlichung sehr weit gegangen. Diese Fische haben mehr Hände als Flossen, und Oscar hat nicht nur Will Smiths Stimme, er sieht diesem auch erstaunlich ähnlich.

Anders als Finding Nemo punktet Shark Tale weniger mit der eigentlichen Geschichte und sympathischen Figuren – mit Oscar wird man eigentlich nie recht warm –, dafür gibt’s wie bei Shrek 2 zahlreiche Filmanspielungen viel fesche Musik – hier vorwiegend Hip Hop und Reggae. Das eigentliche Highlight sind aber die Stimmen: Robert de Niro als Fischmafioso und Martin Scorsese als wendiger Geschäftsmann sind alleine schon fast den Kinobesuch wert – wer sich da die Synchronfassung antut, verpasst was. Insgesamt ist »Shark Tale« zwar durchaus unterhaltend, wirkt aber ein bisschen zu routiniert, um vollends begeistern zu können.

Shark Tale in der Internet Movie Database

Kommentar schreiben

HTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>