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Schwarze Schafe – Guess Who von Kevin Rodney Sullivan

Zum ersten Mal den künftigen Schwiegereltern gegenüberzustehen, ist keine erfreuliche Angelegenheit, und wenn man wie Simon (Asthon Kutcher) just an diesem Tag seinen Job gekündigt hat, trägt das nicht gerade zu einer entspannten Atmosphäre bei. Kommt noch hinzu, dass die liebe Verlobte (Zoe Saldaña) ‚vergessen‘ hat, den Eltern zu sagen, dass der neue Freund weiss ist; damit sind die Probleme mit dem dominanten Vater, der auf sein schwarzes Erbe stolz ist, vorprogrammiert.

Guess Who ist eine Neuauflage der Spencer Tracy/Katharine Hepburn-Komödie aus dem Jahr 1967; damals rümpften die Schwiegereltern angesichts des schwarzen Sidney Poitiers die Nase, in der Neufassung von Kevin Rodney Sullivan hat man die Verhältnisse umgedreht; Vorurteile sind eben rassenübergreifend. Obwohl Guess Who ein Remake ist, dürften sich die meisten Zuschauer an Meet the Parents erinnert fühlen; genau wie dort ist auch in Sullivans Film der Schwiegervater in spe die eigentliche Hauptfigur: Bernie Mac als misstrauischer Patron, der seine Tochter auf keinen Fall einem arbeitslosen – zu allem Unglück auch noch weissen – Weichei überlassen will, nimmt den Gast so richtig in die Mangel; da bleibt wenig Raum für die anderen Darsteller, Kutcher hat wenige Pointen, die Frauen sind reine Staffage.

Im direkten Vergleich mit Meet the Parents schneidet Guess Who nicht besonder ab; zu wenige Ideen, die zu lange ausgereizt werden: Dass sich der Vater, um ganz sicher zu gehen, zu Simon ins Bett legt, ist beim ersten Mal ja noch ganz witzig, in der zwanzigsten Wiederholung amüsiert das aber niemanden mehr.

Erschienen im Züritipp.



Guess Who in der Internet Movie Database

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